Beichte/Versöhnung/Busse

Beicht/Busse/Versöhnung
Es ist heilsam, wenn wir uns gelegentlich auf unser Christsein besinnen und das Leben wie in einem Spiegel betrachten (Gewissenserforschung). Dabei erkennen wir viel Gutes, das unseren Händen gelingt, aber auch Schuld, die uns belastet, und wo wir uns dringend verändern müssen und wollen (Umkehr und Neubeginn). Im Sakrament der Busse erfahren wir nach dem persönlichen Geständnis von Sünde und Schuld im Heilszeichen der Lossprechung die befreiende Zusage, dass ein Neubeginn zu jeder Zeit möglich ist. An die Stelle von sakramentalen Bussfeiern, welche seit dem Konzil allgemein begrüsst wurden, sind seit Januar 2009 nur noch allgemeine Versöhnungsfeiern ohne Lossprechung möglich.


Zu beachten:

  • Ein Beichtgespräch kann befreiend sein und wesentlich zur Psychohygiene beitragen.

  • Die Zeiten für persönliche Beichtgespräche werden jeweils im Pfarrblatt publiziert.


Versöhnungsfeier für KinderEin neues "Beicht"-Verständnis

Das Sakrament der Busse ist eines der sieben Heilszeichen: Taufe, Busse, Kommunion, Firmung, Krankensalbung, Ehe und Priesterweihe. Die Lossprechung macht deutlich: Jesus Christus will, dass Dein Leben gelingt. Er ermutigt Dich zum Gutsein.

Ganz neu bei der Versöhnungsfeier für Kinder ist, dass das Kind in erster Linie nennt, was ihm gut gelingt und dass es sogleich auf dem Weg des Gutseins bestärkt wird. Es ist eine längst erwiesene Tatsache, dass wir Menschen bessere Fortschritte machen, wenn wir die positiven Seiten entdecken und verstärken, als wenn wir uns mühsam mit den Fehlern beschäftigen.
Im Beichtzimmer wird das Kind vom Pries
ter zuerst begrüsst. Eine brennende Kerze, ein Kreuz und ein Blumenstrauss deuten an, dass Jesus Christus uns im Heilszeichen der Busse wirklich begegnen will. Nun spricht der Priester ein Eröffnungsgebet. Anschliessend kann das Kind anhand des persönlichen Beichtbüchleins ganz frei erzählen, was ihm besonders gut gelingt, aber auch, was ihm Mühe bereitet. Im Gespräch wird das Kind ermutigt, weiterhin den Weg des Guten zu wählen und – was ganz wichtig ist – es wird in seinem Selbstwertgefühl gestärkt. Für viele Kinder ist dieses "positive Verstärken" und die Zusage in der Lossprechung, dass es von Jesus Christus geliebt und verstanden wird, ein befreiendes Erlebnis, das nachhaltig wirkt.
Die Feier der Erstbeichte schliesst mit einem Dankgebet und dem gemütlichen Beisammensein der Kinder. Zum Schluss erhält jedes Kind ein kleines Geschenk als Erinnerung an seine erste sakramentale Versöhnungsfeier.


Zu beachten:

  • Die Kinder der 2. Primarklasse empfangen erstmals das Sakrament der Busse als eine befreiende Begegnung mit Jesus Christus.

  • Klassenweise werden die Primarschülerinnen und -schüler bis zur 6. Klasse jeweils zu weiteren Beichtfeiern eingeladen und von den Katechetinnen eingestimmt und begleitet.